Zahnärztliche Chirurgie

Zahnimplantationen

Ein Zahnimplantat (von lateinisch in „im, hinein“ und planta „Steckling, Setzling“) ist ein in den Kiefer eingesetzter Fremdkörper.

Durch ihre Verwendbarkeit als Träger von Zahnersatz übernehmen Zahnimplantate die Funktion künstlicher Zahnwurzel. Hierbei werden sie sich innerhalb von 2 bis 6 Monaten mit dem umgebenden Knochen zu einer festen, äußerst belastungsfähigen Trägereinheit.

Die Gestalt des aus dem Kieferknochen herausragenden Pfeilers bestimmt die Möglichkeiten der Versorgung durch eine Suprakonstruktion. Unter Suprakonstruktion ist in diesem Zusammenhang der auf den Implantaten einzugliedernde Zahnersatz zu verstehen. Zahnimplantate bestehen üblicherweise aus Titan mit speziellen Oberflächenbeschichtungen oder aus keramischen Materialien.

Vorteile die durch Implantate gewonnen werden:
  • verbesserte Kaukraft
  • verbessertes Sprechen / Phonetik
  • Verbesserung der Ästhetik
  • verringerter, oft sogar vollständiger Stopp des Knochenabbaus im zahnlosen Kieferkammbereich
  • verlängerte Verweildauer von Zahnersatz
  • verringerter Druck auf die Mundschleimhaut bei Teil- und Totalprothesen
  • Beschleifen der Nachbarzähne kann vermieden werden, also Schonung des Restzahnbestandes (besonders wichtig bei Nachbarzähnen, die noch keine oder nur kleine Füllungen haben)
  • verbesserter Halt einer Prothese
  • Befestigung Totaler Prothesen als Deckprothese über Implantaten
Nachteile bzw. mögliche Risiken
  • operativer Eingriff erforderlich
  • eventuelle Weichteil - oder Nervenverletzung
  • kostenintensiv

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an uns.

Wurzelspitzenresektionen

Die Wurzelspitzenresektion (WSR, auch Apektomie,Wurzelspitzenamputation) ist eine Entfernung (Resektion) einer Wurzelspitze (Apex) des Zahnes.

Es handelt sich um eine chirurgische Maßnahme zur Behandlung von Entzündungen, Infektionen, oder anderen Schädigungen im Wurzelbereich. Bei einer konventionellen Wurzelkanalbehandlung erfolgt der Zugang zum Wurzelkanalsystem in der Wurzelspitze durch Aufbereitung durch die Zahnkrone hindurch. Bei einer Wurzelspitzenresektion erfolgt der Zugang auf die Zahnwurzel von außen durch den Kieferknochen. Dabei sollte ein Teil der Wurzelspitze und der entzündete Bereich um die Wurzeln entfernt und ggf. gefüllt werden.

Um das Risiko einer erneuten Entzündung und das Eintreten von Bakterien in den Defekt zu reduzieren ist es medizinisch sinnvoll, den Knochendefekt durch ein Knochenersatzmaterial aufzufüllen. Dieses Material wird im Laufe von 6 – 24 Monaten durch nachwachsendes Knochengewebe ersetzt. Durch diese Maßnahme wird die Chance, den Zahn zu erhalten, deutlich verbessert.

Die Kosten für die Wurzelresektion werden von ihrer Krankenkasse beglichen. Die Kosten für das Auffüllen des Defektes mit Knochenersatzmaterial werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.

Weisheitszahnentfernungen

Weisheitszähne verursachen öfter als andere Zähne Probleme. Deshalb ist die Entfernung aus verschiedenen Gründen angezeigt, auch wenn sie noch gesund sind.

Gründe für Ihre Entfernung können eine tiefe Zerstörung, Entzündung, Abzesse, Schmerzen, ein Platzmangel, Zystenbildung oder eine Störung für eine geplante prothetische Versorgung sein.